ShenDo Shiatsu und Akupunktur

Zwei Methoden aus der chinesischen Kultur, die auf den ersten Blick wie ein vertrautes Paar erscheinen. Bei genauerer Betrachtungsweise ergeben sich jedoch so viele Aspekte, dass es unbedingt notwendig wird, Gemeinsamkeiten, Parallelen und Unterschiedlichkeiten zu definieren und ins richtige Verhältnis zu stellen.



Im Mittelpunkt der ShenDo Shiatsu Ausbildung steht der gesundheitsfördernde Aspekt. So ist ShenDo Shiatsu durch eine speziell angepasste Berufsordnung für den gesundheitspraktischen Bereich definiert. Wer mit ShenDo Shiatsu arbeitet, greift weder therapeutisch noch diagnostisch in ein bestehendes, manifestiertes Krankheits- oder Beschwerdebild ein. Vielmehr begleitet er durch seine Arbeit und seine Berührung Menschen dabei, sich für ihre Gesunderhaltung zu interessieren und Eigenverantwortung für ihr “Heil-Sein” zu übernehmen. Dafür ist kein Nachweis für eine medizinische Berufsausbildung Voraussetzung.
Akupunktur hingegen ist auch juristisch eine Heilmethode, die nur Ärzten und Heilpraktikern erlaubt ist, da sie erstens auf Grund der Hautperforation eine körperliche Verletzung darstellt und somit schon als “Operation” gewertet wird, und zweitens einen massiven Eingriff oder Reiz in die Körperprozesse darstellt.
Gemeinsam haben ShenDo Shiatsu und Akupunktur, dass beide auf der Grundlage der traditionellen chinesischen Medizin basieren und ihnen das Meridiansystem und das Fünf Elemente Konzept zu Grunde liegen, wobei für die Akupunktur die TCM mit Hara-, Zungen- und Pulsdiagnose sehr feine Werkzeuge zur Verfügung stellt, um Krankheitsbilder in ihrem ungeheueren Ausmaß an Individualität zu erkennen und zu verstehen.
Da ShenDo Shiatsu keine medizinische Therapiemethode darstellt, sondern sich der gesamte Fokus auf den Menschen in seiner Gesamtheit richtet, macht diese eine Diagnose im medizinischen Sinne überflüssig. Hier geht es vielmehr um das gemeinschaftliche Erschaffen von ” Heil-Sein” im Sinne von Ausgleich schaffen. Innere Dissonanzen und eine Gesamtharmonisierung sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Dies erfordert ein sensibles Eingehen und Einstimmen über die körperliche Berührung mit dem Klienten. Über diese taktile Wahrnehmung gilt es, mit dem Klienten auf eine gemeinsame Ebene zu kommen, auf der Resonanz geschieht, über die man mit den jeweiligen individuellen Bedürfnisse des Nehmenden in Kontakt kommt, sie erkennt, berührt und auf eine energetische Ebene führt.

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